Klaus Minges, Dr. phil.


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Mentoring für Schüler

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Vorbemerkung: Der Begriff Mentoring ist heute im Business degeneriert zu "fachliche Einzelberatung jüngerer Mitarbeiter". Ich halte mich an die klassische Definition "väterlicher Freund, nicht mit Ratschlägen geizend", Vermittler von Sozialkompetenz, Allgemeinwissen und vor allem auch emotionaler Unterstützung. Im Berufsleben wäre dies zwar auch bitter nötig, aber wer gibt das schon zu. Also wende ich mich an Jugendliche, die Neuem aufgeschlossener sind. Bei ihnen währt der Einfluß des Mentors nicht nur ein Steuerjahr lang, sondern ein ganzes Leben.

Kinder, die in der Schule unterfordert sind, verfügen oft über ein ganzes Spektrum von Begabungen, die von ihrer Umwelt nicht alle erkannt oder angemessen berücksichtigt werden. Da der Schulbetrieb auf den Durchschnitt aller Schüler ausgerichtet sein muss, kann der Lehrer sie nicht angemessen unterstützen, obwohl Mehrfachbegabte eigentlich die gleiche intensive Zuwendung bräuchten wie schwach Begabte. "Wer größer wird als einsachzig, muss ja auch mehr essen als ein kleiner."

Eine Lösung des Problems bietet das Mentoring. Der Mentor, die Mentorin widmet sich den persönlichen Begabungen und Interessen des Mentees, vermittelt zwischen ihm/ihr und dem sozialen Umfeld und versucht, Fehlverhalten und/oder ungünstige Lernbedingungen zu korrigieren. Während Nachhilfe oder Zusatzstunden gezielt Fachwissen vermitteln, steht beim Mentoring universale Anregung im Vordergrund, die neue Horizonte öffnen kann.

Als erster Schritt sollte geklärt werden, welche Talente es sind, die über dem Durchschnitt liegen. Es ist unerheblich, ob dabei bestimmte Minimalanforderungen erfüllt werden; eine unglückliche Kombination kann Schaden anrichten, ob sie nun Hochbegabung heißt oder nicht. Folgende Begabungen können sich (in Kombination mit anderen Persönlichkeitsmerkmalen) negativ auswirken:

Mehrfachbegabung geht oft einher mit Schwierigkeiten in Schule und sozialem Umfeld; das Kind wird depressiv oder aggressiv. Unter sozialem Stress verschlechtert sich trotz gutem Start mit der Zeit die Leistung.

Ziel des Mentors ist vordergründig das Wohlbefinden seines Mentees, was darauf hinausläuft, die in der Schule und vielleicht auch der Freizeit fehlende Auslastung sicherzustellen. Ein Fachmentor wird Spezialwissen lehren, das über den Schulstoff hinausgeht. Der "väterliche Freund" aber dient als Bezugsperson, die jenes Verständnis aufbringt, das nicht aus dem sozialen Umfeld kommt. Diese Unterstützung kann auch familiäres Unverständnis abfedern.

Aufgabe des Mentees wird sein, auf weniger Begabte Rücksicht zu nehmen, deren Fehler und relative Langsamkeit lächelnd zu ertragen. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist der Gewinn einer positiven Einstellung gegenüber der normal begabten Umwelt, um das negative Erleben sozialer Kontakte zu vermeiden.

Unter Umständen muss auf ADHS geprüft werden, das Attention Deficit / Hyperactivity Syndrome (auch ADD genannt). Dafür sollte ein Spezialist konsultiert werden.

Weiter:

Zeichen der Begabung
Kreativität steuern

Mehrfachbegabung und ADHS

Papers:

Divergentes Denken (PDF, 25kb)
Argumentieren (pdf, 96 kb)
Kreative Problemlösung (PDF, 156 kb)
Drogensucht und Radikalismus (PDF, 24 kb)
ADHS bei Erwachsenen (PDF, 44 kb)

Motivation - soziales Handeln
(PDF, 31 kb)


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Mail: klaus@minges.ch · Web: www.minges.ch